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Weihnachtszeit ist zwar nicht unbedingt die Zeit, in der man nicht wüsste, was man sonst anstellen sollte als zu basteln, aber an einem grauen, gemütlichen Sonntag zu Hause (und mit Kindern) bietet es sich durchaus als Zeitvertreib an. Wir haben drei kleine Anleitungen für mehr oder weniger schwierige Basteleien zusammengestellt, die wir euch im Laufe der Woche präsentieren. Sie sind in ihrer Grundform alle schlicht und mit einfachen Mitteln zu bewerkstelligen, können aber nach individuellem Können und Belieben noch zu Meisterwerken der Handwerkskunst entwickelt werden.

Fangen wir mit dem Schwersten (das war mir vorher auch nicht klar), aber auch Eindrucksvollsten an: Einer Sternenlaterne aus Papier! So sieht sie am Ende aus:

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Doch Schritt für Schritt. Ihr braucht:

  • Sechs Bogen A4-Papier eurer Wahl, möglichst nicht unter 100 oder über 200 g/qm (für jede Spitze einen Bogen)
  • Einen A4-Bogen Karton als Schablone
  • Einen Klebestift, z.B. Coccoina
  • Einen Cutter oder Skalpell, ich habe das 30°-Messer von Olfa benutzt, Profis sei der Single Sheet Cutter II von Midori ans Herz gelegt (vor allem für kurvige Muster) – nehmt das, womit ihr am besten zurechtkommt. Für Löcher kann ich einen Papierbohrer (z.B. von Zenith) empfehlen!
  • Eine Nagelschere leistet auch viel Hilfe…
  • Ein Falzbein oder etwas Vergleichbares, was das Falten erleichtert
  • Einen Bleistift braucht man sowieso immer
  • Günstig ist auch eine strapazierfähige Schneidunterlage

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  1. Druckt euch die Vorlage aus, schneidet eine Spitze aus, faltet sie in der Mitte und überlegt, welches Muster ihr umsetzen möchtet. Dieses zeichnet ihr dann so auf, dass man beide Seiten der gefalteten Spitze mit einem Mal schneidet, also ein symmetrisches Muster entsteht. Achtung! Da wird man leicht euphorisch und zeichnet viel zu viel. Einfache Kreise oder Sterne tun es für den Anfang auch. Bedenkt, dass eine Sternenzacke aus zwei Spitzen besteht und ihr so alle Formen zwölf Mal ausschneiden müsst, das dauert länger als am Anfang erwartet. Wichtig ist auch, dass ihr an beiden langen Seiten der Spitze so viel Platz lasst, wie der Kleberand breit ist, damit er später beim Zusammenkleben nicht das Muster verdeckt.
    Vorlage ausdrucken, Muster aufzeichnen und ausschneiden

    Vorlage ausdrucken, Muster aufzeichnen und ausschneiden


     

  2. Wenn ihr ein Muster entworfen habt, schneidet es aus. Gefällt es euch, könnt ihr es auf den Karton übertragen und wiederum ausschneiden. Dieser Karton bleibt eure Schablone für alle weiteren Spitzen.
    Vorlage auf Karton übertragen

    Vorlage auf Karton übertragen

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    Übertragenes Muster auf ausgeklappter Schablone


     

  3. Übertragt mit dem Karton die Spitzenform der Vorlage auf euer Laternenpapier. Schneidet es aus, faltet es (auch die Klebelaschen) und übertragt das Muster mit einem Bleistift und der Kartonschablone darauf. Schneidet das übertragene Muster aus. Wiederholt diesen Schritt für alle zwölf Spitzen.
    Motiv ausschneiden

    Motiv ausschneiden

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  4. Wenn ihr damit fertig seid, klebt mit einem Klebestift immer Vorder- und Rückseite einer Sternzacke an den langen Laschen innen zusammen. Dabei müsst ihr unbedingt darauf achten, dass alle Zacken gleich geklebt sind, da sie im nächsten Schritt verbunden werden. Zwei benachbarte Zacken dürfen also nur auf je einer Seite eine kleine Klebelasche unten haben. Beschwert die Zacken zum Trocknen. Man kann auch immer zwei Spitzen ausschneiden, die Zacke kleben und eingepresst weglegen, bevor man die nächste ausschneidet.
    Spitzen zu einer Zacke zusammenfügen

    Spitzen zu einer Zacke zusammenfügen

    Zusammengeklebte Zacke

    Zusammengeklebte Zacke


  5. Wenn die Zacken getrocknet sind, klappt sie auf und faltet sie in die Gegenrichtung, sodass sie dreidimensional werden.
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  6. Nehmt zwei Zacken und klebt sie mit den kleinen Laschen aneinander. Dafür braucht es etwas Fingerspitzengefühl. Am besten geht es, wenn ihr gleich an beide Seiten Klebstoff gebt und sie dann flach versetzt ineinanderschiebt, so wie sie schon zum Trocknen lagen. Mit dem Falzbein anreiben.
    Eine Seite mit und ohne Klebelasche müssen sich immer gegenüber stehen

    Eine Seite mit und ohne Klebelasche müssen sich immer gegenüber stehen

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  7. Die Zacken des Sterns nach und nach ansetzen bis auf die letzte Klebenaht – der Stern soll sich noch öffnen und damit zusammenfalten lassen! Wenn ihr sauber gearbeitet habt, lässt sich der Stern jetzt flach auf den Tisch legen oder alle Zacken lassen sich einklappen, sodass man eine Art „V“ mit allen Zacken flach übereinander erhält. So lässt er sich später gut verstauen für die nächste Adventszeit.
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  8. Es ist möglich, in die Öffnung eine Glühbirne zu hängen und den Stern von innen zu beleuchten. Aber Vorsicht: nehmt keine Lampe, die heiß wird, sie könnte das Papier entzünden! Alternativ kann der Stern einfach so ans Fenster oder in den Raum gehängt werden. Als Aufhängung habe ich einen Faden durch zwei gegenüberliegende Öffnungen gesteckt. Es gibt sicher noch elegantere Varianten, achtet aber darauf, dass das Papier nicht zu stark strapaziert wird und ihr den Stern am Ende noch öffnen könnt.

Fertig! :)