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Reisebericht Japan – Teil II

Reisebericht Japan – Teil II

Seit letztem Jahr verkaufen wir schon die Produkte von PAPIER LABO, einem kleinen Papierladen in Tokyo. Völlig überraschend besuchte uns im letzten Jahr Eto-san, der Inhaber und Designer von PAPIER LABO, in Berlin. Doch leider war die Kommunikation mangels unserer Kenntnisse in der japanischen Sprache sehr eingeschränkt. Bei unserem Besuch in Tokyo nutzten wir deshalb den Vorteil mit Hiroto unterwegs zu sein, der uns alles übersetzen konnte. Wir besuchten zuerst Eto-san und seine Mitarbeiterin Asako in ihrem kleinen Laden mitten in Tokyo und waren gleich von der Auswahl und der Liebe für Details begeistert. Neben den Produkten von Eto-san und seinen Freunden gibt es z. B. Karten aus Kyoto von einer Familie, die sich schon seit 400 Jahren mit Holzdruckkunst beschäftigt oder auch Washi-Untersetzer mit Eiseneinlagerungen, die auf ganz einzigartige Weise oxidieren. PAPIER LABO wurde von Eto-san ursprünglich gegründet, um nur für kurze Zeit Letterpress-Drucke zu verkaufen und entwickelte sich dann zu einem fest installierten, kleinen Laden in Tokyo.         Nachdem wir uns mit Asako und Eto-san über die unterschiedlichen Produkte in unseren Läden ausgetauscht hatten, machten wir uns auf den Weg in das Restaurant YAMASHOKUDO. Hier erwartete uns bereits seine Frau, die ein tolles Menü aus vielen einzelnen Speisen zusammengestellt hatte. In kleinen Schüsseln wurden uns ganz subtil abgestimmte Gemüse und Fischgerichte kredenzt, die jeder nach Herzenslust kosten konnte. In besonderer Erinnerung ist uns das japanische Bier und eine selbstgemachte, unglaublich erfrischende Limetten-Essig-Limonade sowie die Freundlichkeit der...
Reisebericht Japan – Teil I

Reisebericht Japan – Teil I

26 Stunden Verspätung und ein Tintenladen Ende August war es endlich so weit: Nach all den Jahren, in denen wir mit Begeisterung japanische Produkte finden und einkaufen, konnten wir nun dem Land des Papiers einen persönlichen Besuch abstatten. Auf Einladung unseres ehemaligen Mitarbeiters Hiroto machten wir uns auf den Weg nach Tokyo. Die Reise sollte zuerst von Berlin nach Frankfurt, und dann nach kurzem Zwischenstopp weiter nach Tokyo Narita gehen – so war der Plan. Kaum hatten wir uns in der riesigen Boeing 747 eingerichtet, ging es auch auf die Startbahn. Mit den Triebwerken auf vollen Touren werden wir von der Beschleunigung in den Sitze gedrückt und erwarten in den nächsten Sekunden in die Luft abzuheben. Da geht plötzlich ein heftiger Linksruck durch die Maschine; das Flugzeug droht schlingernd und schaukelnd von der Bahn abzukommen. Und dann zerrt uns auch schon die vom Piloten in letzter Sekunde eingeleitete Vollbremsung gegen den Vordersitz. Verwirrt sehen wir eiligst Feuerwehrfahrzeuge auf uns zu rasen und das Flugzeug mit Löschwasser besprühen.   Nachdem unser Flugzeug von der Feuerwehr gekühlt wurde, ging es leider erst am nächsten Tag mit 26 Stunden Verspätung weiter nach Narita. Auf dem Flughafen wird uns von sportlichen älteren Herren der Weg gewiesen und wir kommen schließlich am Busshuttle an, von wo aus wir durch das subtropische Japan ins Herz von Tokyo gefahren werden. Dort nimmt uns Hiroto in Empfang und wir machen uns nach einem kurzen Schläfchen auf Erkundungstour durch die Tokyos Straßen.   Unser persönliches Highlight: KAKIMORI Nicht geplant war dabei unser Stop im „Ink Stand“ von Kakimori. Der Ink Stand ist ein neu eröffneter Laden von Kakimori (über welchen wir...