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Nachdem wir in den letzten Tagen fleißig gebastelt haben, rückt Weihnachten immer näher und wie jedes Jahr nimmt man sich vor, nicht in letzter Sekunde alle Geschenke zu kaufen – tut es aber dann doch. Und diese müssen ja auch noch verpackt werden! Sowohl für die, denen noch ein bisschen Zeit bleibt, als auch für die, die nur noch Packpapier im Haus haben, möchten wir ein paar Verpackungsvorschläge zeigen. Alle sind nicht so kompliziert, machen aber etwas her. Dafür haben wir uns klassische Formen von Geschenken ausgesucht, die mehr oder weniger Probleme beim Verpacken bereiten. Alle Verpackungsarten können abgewandelt, kombiniert und auf andere Geschenke angewandt werden.

1. Der Quader

Bücher, CDs, Bilderrahmen, Pralinenschachteln: Alle haben glücklickerweise eine recht simple Form, die sich wunderbar verpacken lässt. Damit das nicht zu langweilig aussieht, sollte man zuallererst ein hübsches Geschenkpapier verwenden (zum Beispiel „Twist“ von Esme Winter). Damit das Geschenk klassisch einschlagen.

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Anschließend haben wir Kupferklebeband verwendet und es wie ein Band um das Papier geklebt. Jedes andere einfarbige Masking-Tape eignet sich natürlich auch. Schließlich ein Satinband nehmen und es über dem Tape verknoten. Optional kann die Schleife noch mit einem grünen Tannenzweig ergänzt werden.

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2. Kalender

Das Schwierige am Verpacken von Kalendern ist weniger ihre Form, als ihre Größe. Packt man sie nur in Geschenkpapier, sieht es aus, als hätte man ein Brett bunt eingeschlagen. Die Verpackung sollte also ein bisschen von der Form ablenken. Da man außerdem viel Papier braucht, eignet sich Geschenkpapier im üblichen Format von 50 x 70 cm nur für kleinformatige Kalender. Für Großformate muss man auf Papier von der Rolle zurückgreifen und das ist oft sehr dünn oder schlecht bedruckt. Deshalb haben wir uns für günstiges, aber robustes Packpapier entschieden. Zuerst also den Kalender einschlagen und gut verkleben.

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Anschließend verschiedene Satinbänder unterschiedlicher Farbe und Breite bereithalten. Ziel ist es, diese Bänder zu verflechten. Deshalb muss man sich zuerst eine Reihenfolge überlegen und die Bänder probeweise aneinander legen. Hat man sich entschieden, werden die Bänder so abgemessen, dass man sie einmal genau quer und längs um das Paket legen kann und sie noch ca. 1 cm überstehen. Abschneiden und in der richtigen Reihenfolge beiseite legen.

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Man beginnt mit dem breitesten Band, legt es einmal um das Paket und klebt es mit Klebeband an der Naht am Papier fest. So verfährt man auch mit den benachbarten Bändern. Achtung: Die Bänder ohne Lücken aneinander legen und straff ziehen, damit sie nicht zur Seite rutschen.

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Hat man in eine Richtung alle Bänder befestigt, beginnt man, quer dazu die andere Bänder zu weben. Dafür versetzt immer ein Band über oder unter den befestigten Streifen hindurchziehen. An der Rückseite wie schon beschrieben befestigen.

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Wenn das Paket jetzt immer noch langweilig aussieht, kann man auch noch einen Geschenkanhänger oder Strohstern anbringen!

 

3. Weiche Dinge

Tee, Kaffeebohnen, Socken, Pullover und alles andere ohne feste Form macht es einem nicht leicht. Immer sitzt das Papier zu locker und das Päckchen sieht irgendwie unförmig aus. Wir haben zwei Varianten für Tee- oder Kaffeetüten ausprobiert. Sie eignen sich aber auch für Kleidung.

Variante 1: Für besonders weiche Geschenke eignen sich mehrere Lagen Seidenpapier am besten, da es flexibler ist und anders als festes Geschenkpapier nicht gleich zerknüllt aussieht, wenn die Füllung nachgibt. In diesem Fall ist das „Innenleben“ aber etwas fester und so kann ein steifes Papier verwendet werden, was dem Ganzen etwas Halt gibt. Wir haben uns für ein Marmorpapier entschieden. Davon haben wir aktuell eine große Auswahl im Laden in Berlin.

Zuerst misst man es aus, sodass oben noch etwas Platz ist, und schlägt es seitlich ein. Am Boden wird das Papier ähnlich einer Tüte oder eines klassischen Geschenkes eingeschlagen.

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Oben steht nun noch Papier ab. Dieses wird flach gefaltet und von der oberen Kante aus mehrmals umgefaltet. Den Falz mit Klebstoff ankleben.

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Jetzt kann entweder oben eine Schleife befestigt werden oder man verschönert das Päckchen noch mit einer Schneeflocke wie man es auf dem Bild ganz unten sieht.

Variante 2: Wieder wird das Packpapier herangezogen, diesmal jedoch noch ein wenig veredelt: Schneidet euch das Stück Papier so groß zu, wie ihr es braucht und klebt es wiederablösbar an einer Unterlage fest. Jetzt mit einem Pinsel und weißer Acrylfarbe (kann ein wenig mit Wasser verdünnt werden) kleine Punkte auftropfen. Papier trocknen lassen.

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Anschließend das Geschenk so verpacken wie oben beschrieben. Diesmal Bäckergarn um die obere Hälfte des Päckchens wickeln und in die Schleife einen Tannen- oder Ilexzweig einbinden. Fertig!

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4. Zylinder

Gläser und Flaschen sind auf den ersten Blick nicht so schwierig zu verpacken, aber wenn man am oberen Ende angekommen ist, bleibt man oft ratlos: Wie lässt sich der Rest überstehendes Papier jetzt noch retten? Eine dankbare Lösung bietet da Seidenpapier, da es sich schön auffächern lässt. Zunächst einen Bogen mehrmals falten bis die gewünschte Größe erreicht ist und das Geschenk nicht mehr durch das Papier scheint!

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Nun das Glas oder die Flasche längs einwickeln, das Ende mit Klebeband befestigen. Am Boden das überstehende Papier zur Mitte im Uhrzeigersinn einschlagen und ebenso mit Klebeband oder einem runden Aufkleber befestigen.

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Oben die Papierenden zusammenfassen und mit einer Schleife und Grün verbinden. Zum Schluss das Seidenpapier etwas auseinander ziehen.

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Geschafft!

Wir hoffen, das Geschenkeverpacken macht euch auch so viel Spaß wie uns. Falls ihr noch mehr Ideen habt, freuen wir uns über Kommentare unter diesem Beitrag. Und wer Weihnachtspost verschicken will, dem empfehlen wir unsere tollen Letterpress-Karten aus Kiel von Katharina Jesdinsky.

Jetzt wünschen wir euch allen ein friedliches, besinnliches Weihnachtsfest mit Familie und Freunden.