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Zeit für den zweiten Bleistift unserer Reihe! Es handelt sich wieder um ein japanisches Modell, da wir diese gerade in begrenzter Stückzahl und nur für kurze Zeit im Laden haben. Übrigens: Japanische Bleistifte sind im gleichen Härtegrad etwas dunkler und weicher als deutsche Modelle.

Diesmal geht es um den Tombow Mono 100, den wir in den Härtegraden 9H, HB und 3B anbieten.

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Tombow heißt auf deutsch „Libelle“ (daher auch das Logo) und ist ein japanisches Unternehmen, welches seit 1913 besteht. Laut Unternehmensphilosophie wird vor allem auf Schönheit, Ergonomie und technische Perfektion der Produkte geachtet.

Angefangen mit Bleistiften und Spitzern werden mittlerweile alle möglichen Schreibwaren hergestellt: von Markern über Radiergummis und Klebebändern bis zu Kugelschreibern ist alles dabei. Der Mono 100, der hochwertigste Holzbleistift von Tombow, nimmt dabei eine Sonderstellung ein: Er wird seit Langem wegen seiner exzellenten Schreibeigenschaften geschätzt. 1967 entwickelt, ist er erst seit 2009 in Europa erhältlich.

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Der Bleistift kommt mit seiner schwarz glänzenden Farbe und den weißen Streifen an den Enden zeitlos und doch modern daher. Die goldene Prägung ist – wie schon bei Mitsu-bishi – akkurat aufgebracht und wirkt dank der schwarzen Lackierung noch edler. Leider ist der Lack so stark glänzend, dass man kleine Kratzer recht schnell sieht – die Gesamterscheinung bleibt aber trotzdem elegant. Was mich etwas verwundert: Das 9H-Modell ist mit einem anderen Tombow-Logo versehen. Vielleicht eine ältere Charge, wer weiß…

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Das Anspitzen macht Freude, der Mono 100 ist sehr sorgfältig verarbeitet. Nur der 9H macht ein wenig Probleme – beim ersten Schreiben zeigt sich auch warum: Die Mine ist wirklich extrem hart. Es tut fast weh wie man damit auf dem Papier herumkratzt, selbst bei geringem Druck. Ich bin etwas erschrocken, hatte aber bisher auch noch nicht viele Bleistifte diesen Härtegrades in Benutzung. Der 9H ist eigentlich nur für technische Zeichnungen oder grafische Darstellungen zu empfehlen, da die Linie kaum sichtbar ist. Schreiben macht damit keinen Spaß.

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Tombow

Ganz anders der HB: Im direkten Vergleich wirkt er etwas dunkler als sein Kollege von Mitsu-bishi, gleitet aber fast ebenso geschmeidig übers Papier und ist eine richtige Wohltat nach dem kratzigen 9H-Modell. Noch angenehmer und weicher der 3B, der sich schon etwas verwischen lässt, mit dem man aber auch getrost noch schreiben kann. Auch wenn ich B und 2B nicht kenne, scheint der Härtegrad zwischen den Minen sehr fein abgestimmt. Gegenüber dem weichen Hi-uni wirken beide auf mich etwas griffiger auf dem Papier, als hätte man sie besser unter Kontrolle. Alle drei Modelle lassen sich sehr gut radieren.

Insgesamt ein toller Bleistift, der dem Hi-uni sehr ähnelt, sich aber noch mehr fürs Schreiben eignet.

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