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Interview mit Bienvenue Publishing

Interview mit Bienvenue Publishing

Seit neuestem haben wir Karten und Notizhefte im Laden, die in einem ganz besonderen Druckverfahren gedruckt sind: der Risografie. Dadurch haben sie nicht nur eine spezielle Optik, sondern jedes Produkt ist auch ein Unikat. Die Drucktechnik ist außerdem äußerst umweltfreundlich. Hergestellt haben sie Oliver Hischier und Xiaoqun Wu von Bienvenue Publishing, einem Züricher Grafikatelier. Um noch mehr über die beiden und Ihre Arbeit zu erfahren, haben wir ein kleines Interview gemacht. Lieber Oliver, es gibt euch seit 2011. Was habt ihr vorher gemacht und woher kam die Idee zu „Bienvenue Publishing“? Wir haben zusammen Grafik an der F+F Zürich studiert. Die Idee zu Bienvenue Publishing ist bei unserer gemeinsamen Diplomarbeit entstanden. Beide lieben wir Bücher und besondere Printprodukte. Das Bestreben, diese von der Recherchearbeit, über die Konzeption und Gestaltung bis hin zum fertigen Produkt selber kreieren zu können ohne Kompromisse eingehen zu müssen, hat uns zum Self-Publishing geführt. Mit welchen Projekten habt ihr angefangen? Angefangen haben wir mit dem Booklet „Morbid Fascination“. Wir wollten die besondere Ästhetik der chinesischen Kultur kennen lernen und herausfinden, wie diese überhaupt entstanden ist. In China unterscheidet man vier Kategorien von Ästhetik. Die seltenste, aber zugleich beliebteste Form war die „Morbid State“. Diese mag für viele Betrachter wohl nur schwer nachvollziehbar sein. Unser Buch zeigt verschiedene Beispiele auf und erklärt die Entstehung dieser Schönheitsideale. Wie seid ihr auf Risographie gekommen? Kannst du kurz das Druckprinzip erklären?  Für das Booklet „Morbid Faszination“ und der Printserie „Morbid Being“ suchten wir nach einer Druckart, die zum Thema passte. Wir sind auf die Risographie gestoßen, denn wir kennen den Risodruck als unperfekt, grob und ein wenig schmutzig. Beim Tüfteln...
Wir stellen vor: Steinpapier

Wir stellen vor: Steinpapier

Vielleicht erinnert sich der ein oder andere an den Schwimmpass, den man im Schulunterricht nach erfolgreichem Tauchen und ausdauernden Bahnen im Brustschwimmen bekommen hat. Ich erinnere mich weniger an seinen Inhalt, als an das Papier, auf dem er gedruckt war und was sich immer etwas kühl und feucht anfühlte. Wahrscheinlich war es gar nicht aus Holz-, sondern synthetischen Fasern hergestellt, um den widrigen Bedingungen im Schwimmbad ein Leben lang zu trotzen. Seit einer Weile gibt es auch für den Hausgebrauch eine neue Papierart, die die gleichen Eigenschaften wie der Schwimmpass aufweist: Wasserbeständigkeit, Reißfestigkeit und eine hohe Opazität – Steinpapier. Klingt erst einmal seltsam, Papier aus Stein, aber bei genauerer Betrachtung funktioniert die Idee durchaus. Es wird zu 80% aus Kalksteinmehl hergestellt, welches in Kalksteinbrüchen aus nicht verwertbarem Bruch gemahlen wird. Kalziumkarbonat wird in geringen Mengen auch vielen „normalen“ Papieren aus Zellulose beigegeben, die davon ihre Weiße und Opazität erhalten. Die zweite Zutat für das Steinmehl ist ebenso nachhaltig: Bio-Polyethylen-Harz bindet den Kalk ab. Den Ausgangsstoff dafür liefert Ethylengas, welches bspw. beim Zerfall von Bio-Müll entsteht. Insgesamt ist Steinpapier in der Herstellung also ein durch und durch nachhaltiges, ethisch vertretbares Produkt. Es wird auf dem Markt wie herkömmliches Papier auch in verschiedenen Grammaturen und Formaten angeboten. Durch den Kalk ist es sehr weiß und unterscheidet sich optisch kaum von Zellulosepapier. Die Haptik ist allerdings völlig anders. Steinpapier fühlt sich kühl an, so wie es eben auch Steine tun. Es ist sehr glatt, ähnlich gestrichenem Papier, und widersteht Feuer, Öl und Wasser. Zusätzlich ist es auch lebensmittelecht und reißfest, was es für die Verwendung in der Verpackungsindustrie prädestiniert. Auch ökologische Tragetaschen...
Happy New Year!

Happy New Year!

Mit diesem Blumenfeuerwerk von Sarah Illenberger möchten wir euch einen guten Start ins neue Jahr wünschen und uns herzlich für eine tolle Zeit in 2015 bedanken! Wir hoffen, ihr hattet eine frohe, besinnliche Weihnachtszeit und konntet die Ruhe zwischen den Jahren für Erholung nutzen und 2015 auch gedanklich abschließen. Jetzt freuen wir uns mit euch auf ein ereignisreiches, buntes neues Jahr. Eurer LUIBAN-Team   With this flowery fireworks of Sarah Illenberger, we’d like to wish you a very pleasant start into the new year and sincerely thank you for the good times in 2015! We hope you had some cheerful and calm holidays and took your time between the years to regain some energy and reflect on the past year. Now we are looking forward to a eventful new year with you all! Cheers!   Yours, the...
Geschenke verpacken

Geschenke verpacken

Nachdem wir in den letzten Tagen fleißig gebastelt haben, rückt Weihnachten immer näher und wie jedes Jahr nimmt man sich vor, nicht in letzter Sekunde alle Geschenke zu kaufen – tut es aber dann doch. Und diese müssen ja auch noch verpackt werden! Sowohl für die, denen noch ein bisschen Zeit bleibt, als auch für die, die nur noch Packpapier im Haus haben, möchten wir ein paar Verpackungsvorschläge zeigen. Alle sind nicht so kompliziert, machen aber etwas her. Dafür haben wir uns klassische Formen von Geschenken ausgesucht, die mehr oder weniger Probleme beim Verpacken bereiten. Alle Verpackungsarten können abgewandelt, kombiniert und auf andere Geschenke angewandt werden. 1. Der Quader Bücher, CDs, Bilderrahmen, Pralinenschachteln: Alle haben glücklickerweise eine recht simple Form, die sich wunderbar verpacken lässt. Damit das nicht zu langweilig aussieht, sollte man zuallererst ein hübsches Geschenkpapier verwenden (zum Beispiel „Twist“ von Esme Winter). Damit das Geschenk klassisch einschlagen. Anschließend haben wir Kupferklebeband verwendet und es wie ein Band um das Papier geklebt. Jedes andere einfarbige Masking-Tape eignet sich natürlich auch. Schließlich ein Satinband nehmen und es über dem Tape verknoten. Optional kann die Schleife noch mit einem grünen Tannenzweig ergänzt werden.   2. Kalender Das Schwierige am Verpacken von Kalendern ist weniger ihre Form, als ihre Größe. Packt man sie nur in Geschenkpapier, sieht es aus, als hätte man ein Brett bunt eingeschlagen. Die Verpackung sollte also ein bisschen von der Form ablenken. Da man außerdem viel Papier braucht, eignet sich Geschenkpapier im üblichen Format von 50 x 70 cm nur für kleinformatige Kalender. Für Großformate muss man auf Papier von der Rolle zurückgreifen und das ist oft sehr dünn oder schlecht...
Interview mit Carmen José

Interview mit Carmen José

Neulich haben wir euch schon den Kalender von Carmen José vorgestellt. Nun interessiert uns aber auch seine Macherin und wir haben ein kleines Interview mit ihr geführt. Liebe Carmen, du lebst in Kassel und bist Illustratorin. Welche Orte in Kassel magst du am liebsten, um zu zeichnen? Dear Carmen, you live in Kassel and you are an illustrator. Which are your favourite places to draw in Kassel? In Kassel zeichne und arbeite ich gerne zu Hause, oder am liebsten im Papiercafé. Das ist ein Projekt das ich vor zwei Jahren zusammen mit Kathi Seemann initiiert habe. Es ist ein Verkaufsraum von Eigenpublikationen mit Café an der Kunsthochschule Kassel, in dem man sehr gemütlich sitzen und sich mit anderen Studenten über Ideen austauschen kann. In Kassel I like drawing and working at home, but my very favourite place to do it is Papiercafé. That is a project I began two years ago together with Kathi Seemann. It is a self-publish-books showroom with café in the Kunsthochschule Kassel university, with a very comfortable atmosphere to sit and exchange ideas with other students. Du entwirfst viele Poster und Karten (auch für LUIBAN), fällt es dir leicht, Ideen dafür zu finden? You design a lot of posters and postcards (also for LUIBAN), is it easy for you to find good ideas for it? Manchmal kommt eine gute Idee sehr schnell, manchmal dauert es aber viel länger. Ich reise viel und habe immer mein Skizzenbuch dabei. So kann ich alles schnell aufschreiben und zeichnen. Sometimes I have a great Idea very fast, but sometimes it takes a while. I travel quite a lot and...